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Mittwoch, 25. Mai 2011

Und es geht weiter...

Hallo zusammen, da bin wieder :)

Aaaalso von Kaikoura gings wie gesagt nach Blenheim. Und was soll man sagen Blenheim war nicht so dolle, total die graue Arbeiterstadt. Hab mich schon von Anfang dort unwohl gefühlt. Und als dann auch noch 2Typen die auf Drogen waren angefangen haben mich zu verfolgen, wollt ich nur noch raus aus der Stadt. Gesagt getan, hab am nächsten Tag gleich den nächsten Bus nach Picton genommen und da wars zum Glück wieder richtig schön. Das Hostel war auch echt hammer - das beste seit dem ich in Neuseeland bin. Gab einfach mal jeden morgen umsonst n richtiges fettes Frühstück. Und dann gabs auch noch n Pooltable, Dart und n Spa, was man alles umsonst nutzen durfte...

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Ich hab erstmal 2Tage in Picton gechillt und dann ist Freddy gekommen und wir haben zusammen für 5Tage den Queen Charlotte Track in den Marlborough Sounds gemacht. Da es auf dem Track natürlich keine Geschäfte (Essen, Trinkwasser), Strom oder Netz gab, mussten wir uns entsprechend darauf vorbereiten. Am morgen haben wir dann das Wassertaxi genommen, dass uns zum Beginn des Tracks gefahren. Von dort an sind wir ca. 6h bis zur campsite gelaufen. Dort haben wir auch gleich unser Zelt aufgebaut und etwas gekocht, da die Sonne zurzeit um 18Uhr unter geht. In Neuseeland wechselt die Temperatur zwischen Tag und Nacht richtig extrem. Hatten am Tag über 20° und in der Nacht -10. Hatte 2T-Shirts, n Pulli, ne Weste, meine Jacke an und hab trotzdem in meinem Schlafsack so richtig krass gefroren. An den anderen 4Tagen hatten wir so ziemlich den gleichen Tagesablauf. Sind aufgestanden, sind 6h gewandert, haben unser Zelt aufgebaut und schließlich zu Abend gegessen. Das mit der Kälte hat sich leider an den anderen 3Nächten nicht geändert, aber trotzdem waren es richtig coole 5Tage. Danach hab ich mich aber erstmal soooo auf meine Dusche gefreut.  

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Das war auf dem Weg zum Beginn des Tracks

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Haben auf dem Weg Delphine getroffen, das war richtig richtig geil. Kommt nämlich echt selten vor, das man die dort trifft

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Die Brücke hat so extrem gewackelt, da musste man sich echt gut festhalten.

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Von Picton gings dann nach Nelson. Ist ne schöne Stadt, aber es gibt nicht so viel zu sehen. Von Nelson bin ich also dann nach Motueka und hab mein Skydive dort gemacht. Das war sooooooo hammer geil. Irgendwie war ich den ganzen morgen gar nicht aufgeregt und auch nicht auf dem Weg dort hin. Aber als sie dann angefangen haben mir den Anzug anzutziehen gings auf einfach richtig los. Ging dann auch ziemlich schnell, das Flugzeug kam wir sind direkt eingestiegen und ab gings in Richtung Himmel. Eigentlich fliegt das Flugzeug 20min so, dass man auch n schönen Ausblick auf den Abel Tasman National Park hat, aber das hat mich da überhaupt nicht mehr interessiert. Ich hatte sooo schiss aufeinmal und hab mich gefragt was ich eigentlich mache. Im Flugzeug war noch n anderes Mädchen, das vor mir gesprungen ist. Ich konnts gar nicht fassen, als sie gesprungen ist und sie nach wenigen Sekunden nur noch als Punkt zu sehen war. Ich war so am durchdrehen, aber ich konnt auch nichts machen, weil dann hieß es eins zwei drei und schon waren wir in der Luft. Ich hab soooooooooooooooooooooooooo geschrien. Bis er mir auf die Schulter geklopft hat und gesagt hat das schlimmste ist vorbei. Und ab da war es einfach nur noch geil. Es war auch überhaupt nicht mehr schlimm und ich hab den Freefall total genossen. Nach 1.30min hat er dann den Fallschirm aufgemacht und wir sind runter gegleitet. War auf jeden Fall ne richtig geile und einmalige Erfahrung.

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Das war als wir als wir rausgesprungen sind und ich so laut geschrien hab.

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Da steht Sorry Mama. Selbst beim Sprung habe ich an dich gedacht :) Weiß ja wieviel Sorgen du dir machst.

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Und das war der Ausblick den wir hatten - amazing.

Nachdem ich in Motueka war habe ich für 3Tage den Abel Tasman Track gemacht. War ähnlich wie beim Queen Charlotte Track, nur das ich in einer Hütte geschlafen habe. Aber natürlich gabs dort auch kein Strom/Licht oder so. Am ersten Tag bin ich gewandert, am zweiten gekajakt (das war echt cool) und am dritten wieder gewandert.

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Die Seelöwen waren so süß. Vorallem die kleinen die gerade gelernt haben wie man schwimmt :)

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Das ist so krass wenn die verschiedensten Tiere einfach an die vorbei laufen als wenn es nichts besonderes wäre.

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Leider hatte ich an dem Tag nicht so schönes Wetter, aber die Strände dort sind der Hammer

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Nachdem ich den Abel Tasman Track gemacht habe, bin ich nach Golden Bay. Dort bin ich zum nörtlichsten Stelle (Farwell Spit).

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Der Strand war Kilometer lang und niemand war dort außer unserer Gruppe

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Nachdem ich in Golden Bay war gings an die West Coast, aber dazu wieder mehr beim nächsten mal :)









Mittwoch, 6. April 2011

Endlich wieder Reisen

Heho :)

Vom 7-9 März habe ich einen Abstecher nach Akaroa gemacht, bis es schließlich am 24. März mit meiner Reise los ging. Habe wirklich nur noch die Tage gezählt bis es endlich los geht, weil ich echt keine Lust mehr auf arbeiten hatte. Außerdem war es einfach so, dass es in Christchurch echt nix zu machen gab, weil ja alles evakuiert ist. Das heißt, dass man selbst an seinen freien Tagen die ganze Zeit ans Hostel gefesselt war. Und es macht einfach wieder riesen Spaß zu reisen, genieße es total.

Akaroa
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Ich habe in meinem Hostel in Akaroa in einem sogenannten Stargazer geschlafen. Das sind kleine Hütten die auf dem Hügel liegen und jeweils mit 2Matratzen und Decken ausgestattet sind. Das Haupthaus ist einfach den Hügel runter. Auf jeden Fall ist die Hälfte des Daches aus Glas, sodass man Abends, wenn man im Bett liegt die Sterne sehen kann, ist echt zauberhaft. Und wenn man aufsteht und die Tür aufmacht hat man diesen hammer Ausblick...

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Das Schaf war der hammer, denn normal laufen ja Schafe immer weg, wenn man ihnen näher kommt. Aber die Hostelbesitzer haben das Schaf mit der Flasche groß gezogen, deswegen hat es keine Angst vor Menschen. Man kann es streichen und sogar knuddeln.

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War ein schöner Sonnenuntertag der vom Hügel aus zu sehen war...

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Der ist immer wie ein König ums Hostel herumstolziert

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Hab ihn später probiert zu jagen, ist mir aber leider nicht gelungen :D

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Auf dem Rückweg hatte man nochmal einen wunderschönen Ausblick auf die Banks Peninsula


Kaikoura
Hier haben sich Kylie, Erika, (England) Freddy, Jochen (Belgien) und ich getroffen um Daniels (England) Geburtstag zu feiern, da es ja in Christchurch keine Bar mehr gibt.
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Daniel und Freddy können es kaum erwarten den Kuchen zu essen

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Ich, Erika, Kylie und Freddy der noch probiert ins Bild zu springen

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Jochen hat ein Mädchen kennen gelernt die Junior Vizeweltmeisterin im Judo ist. Und da er auch Judo macht haben sie einfach mal beschlossen mitten in der Bar gegeneinander anzutreten. Dafür haben natürlich die Barmänner alles zur Seite geräumt und dann gings richtig los. Die ganzen Gäste haben die zwei angefeuert und was soll man sagen, das Mädel (Helen) hat ihn Platt gemacht. Natürlich habe ich von dem ganzen ein Video gemacht, weil es unvergesslich war, wie sie auf dem dreckigen Fußboden rumgerollt sind :D Das war das Foto nach dem Kampf

Am nächsten Tag bin ich Peninsula Track gelaufen, der echt super schön ist...
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Als ich zurück im Hostel war haben Daniel, Kylie, Erika und ich erstmal so richtig im Spa relaxed
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Danach gings erstmal nach Blenheim, dazu mehr beim nächsten Mal... 



Montag, 28. März 2011

Ich habe überlebt

Hallo zusammen,

wie von euch denke ich mal alle mitgekriegt haben, hatten wir am 22. Februar ein schlimmes Erdbeben bei uns in Christchurch. Deswegen will ich jetzt, nachdem das schlimmste hier vorbei ist auch nochmal offiziell über meinem Blog allen sagen, dass es mir gut geht. Das Erdbeben kam sehr überraschend, da wir normalerweise immer kleine Nachbeben hatten, aber irgendwie war es denn Februar über ziemlich ruhig. War wohl die Ruhe vor dem Sturm. Mein Hostel ist 15min von der Stadt entfernt und normalerweise geh ich an meinen freien Tagen immer morgens hin und verbringe dort meinen Tag. Aber an diesem morgen, ich weiß nicht warum, das Wetter war so komisch und ich war auch müde, hab ich mich dazu entschieden einfach zu Hause zu bleiben – das hat mir das Leben gerettet.
Ich bin gerade aus der Dusche gekommen und habe begonnen mich einzucremen als das Erdbeben begann. Es war so stark, dass es mich von Wand zu Wand geschmissen hat. Und dadurch, dass ich noch total nass und meine Hände klitschig waren, hatte ich auch keine Möglichkeit mich irgendwo festzuhalten. Es war so schlimm und es hat einfach nicht aufgehört. Ich habe wirklich das erste mal in meinem Leben gedacht, dass ich sterbe. Aufeinmal hörte ich dann auch schreie aus der Küche von meinen Mitbewohnern, aber ich konnte nicht zu ihnen, weil wie gesagt das Erdbeben die Kraft über mich hatte. Als es dann endlich vorbei war und unser Haus noch stand, hatte ich gedacht, dass das Schlimmste vorbei ist. Irgendwie hatte man gedacht, wenn das eigene Haus steht, dann stehen die anderen auch. Leider war das nicht so, denn schon als wir aus der Tür raus sind, haben wir begriffen, dass das schlimmste gerade angefangen hat. Die Häußer um uns herum waren alle eingestürzt und die Menschen auf den Straßen haben geweint und geschrien. Wenige Minuten später hörte man nur noch Feuerwehrsirenen und sah Helikopter am Himmel. Es war so viel auf einmal, dass man gar nicht alles aufnehmen konnte. Es war als ob man in einem Film stecken würde. Gleich darauf haben sie begonnen die verletzten aus den eingestürzten Gebäude zu ziehen, aber oft waren es nur Leichen. Zu dem Zeitpunkt haben wir aber auch nicht gewusst, wie schlimm es in der Stadt Mitte ist, bis dann auf einmal jemand kam und sagte, dass das ganze CBD total zerstört ist. Als wir schließlich ins Hostel zurück sind, haben wir festgestellt, dass wir kein Netz hatten, weder fürs Telefon noch fürs Internet und auch Storm und Wasser gabs nicht. Nach und nach haben wir dadurch begonnen zu realisieren, was hier eigentlich passiert ist. Wir wussten nicht was wir tun sollten, denn helfen sollten/konnten wir nicht, da wir dadurch nur den Feuerwehrleuten im Weg standen. Also saßen wir zusammen im Garten, alle mit ihren Jacken oder einer Decke um den Körper. Langsam begann es auch dunkel zu werden, doch keiner traute sich schlafen zu gehen. Irgendwann haben sich dann doch die meisten etwas hingelegt. Man hat zwar nicht wirklich geschlafen, weil es jede 10min so ein starkes Nachbeben gab, dass man unter den Türrahmen rennen wollte, doch trotzdem hat es gut getan einfach etwas dazu liegen. Am nächsten morgen sagte man uns schließlich, dass es nicht weit von unserem Hostel eine Wasserstelle gibt. Also haben wir unsere Töpfe und Tubawaren genommen und sind zu der Stelle gelaufen, die ca. 20min entfernt war. Wir mussten uns an einer Schlange anstellen und haben nach 2Stunden auch Wasser bekommen, aber das war irgendwie so schwer, dass wir auf dem Rückweg dann 45min gebraucht haben. Wir haben auch noch das in den Toiletten stehende Wasser genommen und haben es dann alles zusammen in eine große Mülltonne gegossen. Natürlich konnten wir das Wasser nicht einfach trinken, weil wir sonst krank werden würden. Wir hatten aber kein Strom um es zu kochen, dann ist uns aber eingefallen das wir noch unseren Barbeque haben. Also haben wir den angemacht und darauf mit einer Pfanne das Wasser gekocht. Weil wir auch mittlerweile alle ziemlich hungrig und es keine Supermärkte mehr gab, ist der Hostelbesitzer in den Pack n Safe eingestiegen (war ja niemand dort, Kamaras waren zerstört, genauso wie Fenster Türen und Wände) und hat etwas Brot und Wurst mitgebracht. Da die Toiletten nicht funktionierten, haben wir im Garten eine große Toilette gebaut, wo jeder sein Geschäft machen durfte. Wir haben eine Plane zwischen 2Bäume festgemacht und Toilettenpapier an die Äste befestigt. Auf dem Boden haben wir dann einen Mülleimer gestellt und daneben ganz viele Plastiktüten und eine große schwarze Plastiktüte. Wenn jemand also aufs Klo musste, musste er oder sie eine Plastiktüte nehmen, diese um den Mülleimer befestigen, sich auf den Mülleimer setzen, sein Geschäft machen und schließlich die Plastiktüte in die große schwarze Plastiktüte schemeißen. Pinkeln konnte man, wo man wollte. War alles schon ziemlich eklig, wenn man auch noch bedenkt, dass man sich die ganze Zeit nicht die Hände gewaschen hatte und auch nicht geduscht hat. Irgendwie haben wir uns dann die ersten 3-4Tage über Wasser gehalten und dann kam auch endlich der Strom zurück. Es war unglaublich, wie wir uns alle gefreut haben - alle haben gejubelt und sich in den Arm genommen. Nach 2Wochen kam schließlich auch das Wasser zurück und den meisten sind von Freude die Tränen gekommen. Ich habe nicht so viele Fotos von den Gebäuden gemacht (und auch nicht gerade die schlimmsten genommen), einfach aus Respekt gegenüber den Menschen die vielleicht jetzt noch Tod dort drinnen liegen.

Das ist das Hostel in dem ich die ersten Nächte in Christchurch geschlafen habe.
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Das Gebäude zwischen dem weißen und orange/gelben Haus, ist die Pizzeria in der wir nur wenige Tage zuvor Essen waren.
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Das sind alles Häußer und Gebäude in unserer Nachbarschaft
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Die Arme mit ihren Panzern und die Polizisten stehen an jeder Kreuzung und evakuieren alles. Fühlt sich an wie im Krieg.
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Und schließlich die Risse, die durch das Erdbeben in der ganzen Stadt entstanden sind.
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Montag, 21. Februar 2011

Ganz schön verarscht

Hallo meine Lieben :)

Habe mal wieder schon viel zu lang nichts von mir hören lassen. Liegt zum einen daran, dass nicht so viel neues passiert, weil ich schon seit 2Monaten in Christchurch bin. Und zum anderen daran, dass ich momentan immer von 7.30Uhr bis 22.30Uhr - OHNE PAUSE arbeiten. Sind zwar nur 3Tage die Woche, aber danach kann man mich natürlich erstmal wegschmeißen. Deshalb probiere ich zumindest an den 4Tagen, wo ich frei habe so viel es geht zu relaxen. Das mach ich meistens mit meinen Mitbewohnern im Botanischen Garten oder am Beach - werde euch von beiden Stellen noch Bilder hochladen. Es tut so gut den ganzen Tag in der Sonne zu liegen und einfach mal nichts zu machen. Leider klappt das aber auch nicht so oft, weil ich meist an meinen freien Tagen noch ein paar Stunden arbeiten muss, da gerade peak season ist.

Und jetzt will euch noch erklären was es mit meiner Überschrift auf sich hat. In dem Hostel arbeite ich wie ich ja schon erwähnt habe mit Rachel an der Rezeption - sie so, mo, di und ich do, fr, sa. Der Manager hat Mittwochs den ganzen Tag und dann noch jeden Tag zwischen 9-17Uhr mit uns gearbeitet. Die beiden Eigentümer waren immer nur ca. 1-2Stunden am Tag da um alles zu checken. Auf jeden Fall haben sie mich und Rachel letztens zu sich gerufen und haben uns dann erzählt das der Manager gefeuert wurde, weil er Geld geklaut hat. Rachel und ich waren so geschockt, weil wir ihm das nie zugetraut hätten. Für uns war er einfach immer so ein ehrlicher und netter Mensch. Wir hätten unsere Hand für ihn ins Feuer gelegt. So kann man sich irren, aber jetzt kommts noch viel krasser. Er hat nicht einfach das Geld aus der Kasse genommen (haben ja natürlich Kameras und er ist ja nicht blöd). Sondern hat die Abrechnung manipuliert. Unsere ganzen Reservierungen, Buchungen, Abrechnungen laufen übers Internet. Das heißt wenn man arbeitet, muss man sich am PC einloggen, so kann man verfolgen wer für welche Buchungen und Transaktionen verantwortlich ist. Ich weiß nicht ob ichs erzählt hatte, aber wir hatten immer eine Stunde Mittagspause, die gabs aber anscheinend bevor er Manager war (März 2010) nicht. Und wir haben halt immer gedacht, wie nett das von ihm ist, weil wir dann mal Zeit hatten was zu essen. Aber in Wirklichkeit hat er uns nur die Stunde Pause gegeben um die Abrechnungen von unserem Account aus zu manipulieren. Er hat dadurch in der Woche ca. 1000Dollar geklaut und uns das ganze probiert in die Schuhe zu schieben. Wir haben natürlich davon nichts gewusst, und die Eigentümer haben bis zum Schluss nicht gewusst wer es ist. Auf jeden Fall hat er uns ganz schön ausgenutzt und hätte uns unsere Zukunft ganz schön versauen können. Naja er wird jetzt wohl nicht mehr ein Visum zum reisen bekommen (schon blöd wenn man bedenkt, dass er die letzten 15Jahre gereist ist) und muss vielleicht sogar ins Gefängnis. Abgesehen davon hat er eine Frau und 2kleine Kinder, den er das ganze mal erklären muss und mit denen er jetzt in ziemlicher Geldnot stecken wird.  

Aber zum Abschluss noch was schönes. Ich war vor 2Wochen für 3Tage zum entspannen in Lake Tekapo. War echt wunderschön dort und deshalb will ich euch natürlich nicht die Bilder vorenthalten :)

Bis bald :)

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